Film-Doku: Die Sticker und ihre Familiengeschichten

Der Lustenauer Robert König zeigt in seiner ca. 60 minütigen Film-Doku Lebensgeschichten Vorarlberger Stickerfamilien, sowie einen Rückblick auf 150 Jahre Stickereigeschichte.
Zu sehen sind Filme und Fotografien von den Anfängen der Stickereiindustrie bis in die Gegenwart. Des weiteren erzählen Menschen aus ihrer damaligen und heutigen Arbeitswelt in der Stickerei.

Freitag 14. Oktober 2022
KleinWien in Doren
19.00 Uhr


Eintritt: 10 € / 5 €
Ermäßigt für SchülerInnen, Studierende, Lehrlinge, Zivil- und Präsenzdiener, SeniorInnen; KUFO-Mitglieder und Kultur-Pass-BesitzerInnen frei.

Gespräch: Carola Schneider - Quo vadis Russland?

Donnerstag 25. August 2022
Kulturraum Lingenau
20.00 Uhr

Die gebürtige Großwalsertalerin Carola Schneider war bis zuletzt mehr als 10 Jahre lang Korrespondentin des ORF in Moskau und stellte vor vier Jahren ihr Buch "Mein Russland" vor. Seit dem 24. Februar ist nicht alles, aber vieles ganz anders geworden. Nicht nur in Russland, sondern auf der ganzen Welt und vor allem ist die Ukraine zum Kriegsschauplatz geworden und verteidigt sich mutig und aufopferungsvoll gegen eine Militärmacht, die weit überlegen war und ist - bisher mit westlicher Unterstützung erfolgreich. Im Westen hat die Ukraine unter ihrem Präsidenten Wolodimir Selenski große moralische und militärische Unterstützung gewinnen können, in Russland scheint Präsident Vladimir Putin immer noch unangefochten an der Spitze des Landes zu stehen und die Sanktionen des Westens quittierte er mittels gestoppter, eingeschränkter und/oder verteuerter Gaslieferungen. Und das russische Volk jubelt, leidet, emigriert, kämpft gegen einen Nachbarstaat oder auch gegen die Oligarchie und die Nomenklatura.
Carola Schneider lebt in Moskau und bereiste im Sommer Sibirien und kehrt mit Eindrücken aus einem zerrissenen Land zurück und schildert ihre persönlichen Eindrücke aus einem nahen und mittlerweile doch wieder so fernen Russland, dessen Menschen und dessen Politik. Quo vadis Russland?


Eintritt: 10 € / 5 €
Ermäßigt für SchülerInnen, Studierende, Lehrlinge, Zivil- und Präsenzdiener, SeniorInnen; KUFO-Mitglieder und Kultur-Pass-BesitzerInnen frei.

Buchvorstellung: Menschenverächter

Freitag 25. März 2022
Olgasaal im Gasthaus Taube, Alberschwende
19 h

 

um 40-Jahr-Jubiläum der Johann-August-Malin-Gesellschaft präsentiert die
VORARLBERGER AUTOREN GESELLSCHAFT den 17. Band der „Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs“
MENSCHENVERÄCHTER
Vorarlberger als Akteure bei Entrechtung und Vernichtung im Nationalsozialismus

Werner Bundschuh widmet sich in seinen Beiträgen Josef Hämmerle, zeitweise Getto-Kommandant-Stellvertreter in Łódź/Litzmannstadt, und Univ.-Prof. DDr. Ferdinand Ulmer, Mitglied in der Prager „Reinhard-Heydrich-Stiftung“.
Werner Dreier stellt die NS-Verstrickungen von Rechtsanwalt Dr. Harald Eberl, Bruder des KZ-Kommandanten und „Euthanasiearztes“ Dr. Irmfried Eberl, vor.
Gernot Kiermayr untersucht den Aufstieg, Fall und Wiederaufstieg des Richters und Staatsanwalts Dr. Herbert Möller. In einem zweiten Beitrag behandelt er die Zwangssterilisierungen in der Mehrerau unter Dr. Walter Vogl.
Meinrad Pichler untersucht Herbert Kiene, Vetter von Reichsführer- SS Heinrich Himmler. Er war direkt am Völkermord beteiligt. Abschließend beleuchtet Harald Walser die Laienrichtertätigkeit von Landeshauptmann Anton Plankensteiner beim Volksgerichthof.

An diesem Abend werden der Herausgeber und Gernot Kiermayr den Band vorstellen.

 

Eintritt: 10 € / 5 €
(ermäßigt für SchülerInnen, Studierende, Lehrlinge, Zivil- und Präsenzdiener, SeniorInnen);
KUFO-Mitglieder und KULTUR-Pass-BesitzerInnen frei.

Lesung - Dolores Schmidinger„Hannerl und ihr zu klein geratener Prinz”

Donnerstag, 3. März 2022
Bücherei Egg
19.00 Uhr

Ein entlarvender Roman über Österreich in Kriegs- und Krisenzeiten
Wir schreiben das Jahr 1938. Bei der „Gewerkschaft der Arbeiter im Lebens- und Genussmittelgewerbe“ treffen die quirlige Sozialdemokratin Johanna Deweis, die ihre Karriere fest im Blick hat, und der linkische Erzkatholik Josef Schmidinger, der sich als Tenor auf den Bühnen der Welt wähnt, aufeinander. Trotz aller Unterschiede kommt sich das un-gleiche Paar näher - aber ob diese Verbindung auf Dauer gutgehen kann?
Dolores Schmidinger, geboren 1946, polarisiert mit ihrer manchmal brutalen Ehrlichkeit wie kaum eine andere. Mit Programmen wie „Die nackte Matrone“, „Domina im Ausverkauf“ und „Unartig“, aber auch ihren Bestsellern „Bulimie: Raus damit!“ (Orac) und „Ich hab sie nicht gezählt“ (Kremayr & Scheriau) untermauerte sie ihren Status als Tabubrecherin. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für Frauenrechte, gegen Antisemitismus und Rassismus sowie in der Aidshilfe.

Gemeinsam mit der Bücherei Egg
Um Anmeldung unter office@kulturforumbregenzerwald.at wird gebeten!

Eintritt: 10 € / 5 €
(ermäßigt für SchülerInnen, Studierende, Lehrlinge, Zivil- und Präsenzdiener, SeniorInnen);
KUFO-Mitglieder und KULTUR-Pass-BesitzerInnen frei.

 

Foto (c) Andreas Günther

Lesung mit Raoul Schrott "Eine Geschichte des Windes"

Sonntag, 24. Oktober 2021
Bücherei Egg
20.00 Uhr

 

Ein Abenteuer! Ein Roman! Und was für ein Abenteuerroman: Der Hannes aus Aachen ist der erste, der einmal ganz um die Welt kommt. Vor genau 500 Jahren brach Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf.
Und damit ins völlig Ungewisse, um von der Südspitze Amerikas an auf die andere Hälfte des Globus zu gelangen. Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei und der Qualen mehr, nur um an Nelken
zu kommen und vielleicht das Goldland Ophir zu entdecken. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück und überlebten von 265 Seeleuten nur 18. Unter ihnen Hannes, den die damaligen Chroniken „Juan Aleman“ nennen. Dass er noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach, ist alles, was man von ihm weiß. Wer war er, was widerfuhr ihm? Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist und entreißt sie dem Vergessen. Schwelgerisch und voll geradezu fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus auf hoher See ein ganzes Leben.

 

Gemeinsam mit der Bücherei Egg

Um Anmeldung unter office@kulturforumbregenzerwald.at wird gebeten.

Eintritt: frei

Buchvorstellung Andreas Babel: „Kindermord im Krankenhaus"

Freitag, 15. Oktober 2021
Ort: EggMuseum, Egg
19.00 Uhr

Der Autor geht in seinem Buch der Frage nach, warum MedizinerInnen während des Nationalsozialismus in Hamburg-Rothenburgsort behinderte Kinder töteten und wie sie ihre medizinische Karriere nach dem Krieg fortsetzten. Wie wurden diese ÄrztInnen während und auch nach Ihren Morden im Kinderkrankenhaus erlebt? Wie war es möglich, dass intelligente, gebildete Menschen in dieser Zeit zu Mördern wurden? Andreas Babel geht auch der Frage nach, wie die Nachkommen mit diesen Lebensgeschichten umgehen. Aber der Autor hat sich auch für die Ärztinnen interessiert, die nicht mitmachten, beim Morden von unschuldigen Kindern. Eine davon wurde im Thema Vorarlberg durch Kurt Bereuter vorgestellt, sie rettete damals einem „strohblonden Jungen“ aus dem Bregenzerwald im Kinderkrankenhaus Scheidegg das Leben. Was waren die Gründe für das Verweigern und das Aussteigen aus dem von ganz oben verordneten Befehl für diese Tötungsaktion von Kindern im Deutschen Reich?

Andreas Babel, geb. 1966, studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Soziologie. Seit 1995 ist er Redakteur der Celleschen Zeitung und dort seit 2008 leitender Redakteur. Seit 2009 forscht er über das medizinische Personal des Kinderkrankenhauses Rothenburgsort, das dort während der NS-Zeit arbeitete und bringt nun schon die 3. und erweiterte Auflage seines Buches „Kindermord im Krankenhaus“ heraus.

Anschließend steht der Autor gerne für Fragen, Anmerkungen und eine Diskussion zur Verfügung.

Eintritt: frei

Lesung/Gespräch: Stephan Roiss „Triceratops“

Freitag, 9. Juli 2021
Langenegg, Dorfsaal
19.00 Uhr

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter. Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert. In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht. Ein intensiver Roman, der lange nachhallt…

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, freier Autor und Musiker, absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur
ausgestrahlt. „Triceratops“ ist sein erster Roman und war für den Deutschen Buchpreis nominiert (Longlist). Anschließend Gespräch mit dem Autor, mit dem Psychiater Dr. Elmar Weiskopf von Promente und Ulrike Längle, der Obfrau des Vereines „Hilfe für Angehörige und Freunde von psychisch erkrankten Menschen“, geleitet von Kurt Bereuter, Kulturforum.

Eintritt: frei

 

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